WEITERBILDUNGEN für (Lkw- und KOM-Fahrer)

Beschleunigte Grundqualifikation

Grundqualifikation für Lkw BKrQG

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Preis

Teilnahmegebühr                            2.319,00 €
Nettosumme                                     2.319,00 €
zuzüglich 0 % MwSt.                                0,00 €
Endpreis inkl. 0 % MwSt.             2.319,00 €
Diese Veranstaltung ist gem. § 4 Nr. 21 UStG von der Umsatzsteuer befreit.

Inhalte

  • Sicherheitsregeln für rationelles Fahren
  • Verbrauchsoptimiertes Fahren
  • Sicherheitsausstattung
  • Ladungssicherung
  • Sozialrechtliche Rahmenbedingungen des Güterkraftverkehrs
  • Risiken des Straßenverkehrs und Arbeitsunfälle
  • Gesund am Arbeitsplatz, Ergonomie
  • Richtig reagieren in Notfällen
  • Imagewirksames Verhalten
  • Marktkenntnis
  • Praktisches Fahren

Dauer

– 187 UE

– Die Kompakt – Schulung dauert bei uns nur 5-6 Wochen.

– Die Ausbildung findet in Vollzeit statt.

Teilnehmerkreis

Kraftfahrer von Lkw, die nach dem 10.09.2009 ihre Fahrerlaubnis der Klasse C1, C1E, C oder CE erworben haben.

Abschluss

Schriftliche Prüfung vor der IHK

Hinweis

Zu den gewerblichen Fahrten im Güterkraftverkehr zählen grundsätzlich alle Fahrten, soweit sie nicht privater Natur sind, die entweder national, grenzüberschreitend oder im Werkverkehr durchgeführt werden. Weitere Ausnahmen entnehmen Sie dem Artikel 2 der EU-Berufskraftfahrer-Qualifikations-Richtlinie und dem §18 der Fahrpersonalverordnung.

Referent

Fachdozenten der LKW-Fahrschule-München

Ihr Nutzen

  • Sie erwerben die für Neueinsteiger erforderliche Grundqualifikation.
  • Mit 18 Jahren einen Lkw bis zu einer zGM von 7,5 t fahren.
  • Sie kennen die rechtlichen Aspekte für Berufskraftfahrer

Details: Möglichkeit: Ausbildung und Prüfung

  • Sie gehen bei uns auf den Kurs beschleunigte Grundqualifikation. Dieser umfasst 140 Stunden à 60 Minuten oder
  • 35 Stunden à 60 Minuten (bei Umsteigern von Lkw auf Bus oder umgekehrt).
  • Danach legen sie eine Prüfung bei der IHK ab. Diese ist schriftlich in Deutsch. Fremdsprachen sind nicht zugelassen. Die Prüfungszeit ist 90 Minuten (45 bei Umsteigern).

Mindestalter
– 18 Jahre bei den Klassen C1 und C1E
– 21 Jahre bei den Klassen C und CE

Gültigkeit
– Die Grundqualifikation ist dann für 5 Jahre gültig. Danach muss der Kraftfahrer alle 5 Jahre eine Weiterbildung nach dem BKF Gesetz, Dauer 5 Module x 7 Zeitstunden innerhalb der 5 Jahre besuchen. Entweder im Block auf einmal, Montag bis Freitag. Oder jedes Jahr einmal 7 Stunden am Samstag oder Sonntag, individuell auf Sie zugeschnitten.

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Allgemeines

Lkw-Fahren bedeutet eine hohe Verantwortung. Du steuerst ein schweres Fahrzeug und meist auch eine wertvolle Ladung. Um dich gut auf das gewerbliche Fahren vorzubereiten und regelmäßig weiterzubilden gibt es das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz:
Wer ab dem 10. September 2009 seinen Führerschein in den Klassen C1 oder C zu gewerblichen Zwecken nutzen möchte, muss zusätzlich eine berufliche Grundqualifikation erwerben. Nur in einigen Ausnahmefällen brauchst du diese Grundqualifikation nicht.

Ausnahmen
Fahrten mit Kraftfahrzeugen:
bis 45 km/h zulässige Höchstgeschwindigkeit, der Feuerwehr, der Bundeswehr, der Polizei und des Zolldienstes, des Zivil- und Katastrophenschutzes, des Rettungsdienstes.
Fahrten:
im Rahmen der technischen Entwicklung oder Untersuchung, zu Reparatur- und Wartungszweckenzur Erteilung von Betriebserlaubnissen, im Rahmen der Hauptuntersuchung, mit neuen oder umgebauten und noch nicht in Betrieb genommenen Fahrzeugen, zur Beförderung von Material oder Ausrüstung, das der Fahrer zur Ausübung seines Berufs verwendet (Führen des Kfz nicht Hauptbeschäftigung), mit Ausbildungsfahrzeugen in einer Fahrschule, zum Erwerb einer Grundqualifikation oder während der Weiterbildung, zur nichtgewerblichen Beförderung von Gütern zu privaten Zwecken.

Für den Erwerb der Grundqualifikation sind 3 Möglichkeiten vorgesehen:

Berufsausbildung: Abschluss einer Ausbildung in den Berufen „Berufskraftfahrer/in“, „Fachkraft im Fahrbetrieb“ oder einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf mit vergleichbaren Fertigkeiten und Kenntnissen.

Grundqualifikation: Hier besteht keine Ausbildungspflicht, du musst jedoch zwei umfangreiche Prüfungen absolvieren (Theorie 240 Minuten, Praxis 210 Minuten).

Beschleunigte Grundqualifikation: Hier handelt es sich um eine umfangreiche Ausbildung mit 140 Stunden à  60 Minuten und einer knappen theoretischen Prüfung (90 Minuten). Für die Prüfungen zuständig sind die Industrie- und Handelskammern (IHK).

Weiterbildungen im Rahmen des BKrFQG:
Künftig musst du als gewerblich eingesetzter Fahrer alle 5 Jahre eine Weiterbildung besuchen. Der Umfang dieser Weiterbildung beträgt 35 Stunden à 60 Minuten innerhalb von 5 Jahren. Die Weiterbildung ist im Abstand von 5 Jahren zu wiederholen.

Nachweis:

Als Nachweis für eine gültige Grundqualifikation und Weiterbildung werden im Führerschein im Feld 12 die Schlüsselzahl 95 und das Ablaufdatum eingetragen (z.B. 95,03.08.2017).

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LKW-(Module)-München

nach dem § 5 Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrQG) C1/C1E – C/CE – 5 Module

Für alle gewerblichen Fahrer LKW Bus gilt die Weiterbildungspflicht nach BKF ab sofort. Das heißt: Sie müssen alle 5 Jahre 5 x 7 Stunden Weiterbildung (Module) absolvieren. Entweder pro Jahr einmal 7 Stunden oder 5 Tage am Stück mit je 7 Stunden. Nutzen Sie die Weiterbildungs Möglichkeit in unserer LKW-Fahrschule-München mit einem Bildungsgutschein vom Arbeitsamt eine Weiterbildung zum Lastwagenfahrer zu machen!

Laut BKrFQG ist die vorgeschriebene Weiterbildung für Lkw-Fahrer in die folgenden drei Kenntnisbereiche unterteilt:
Kenntnisbereich 1
Verbesserung des rationellen Fahrverhaltens auf der Grundlage der Sicherheitsregeln
Kenntnisbereich 2
Anwendung der Vorschriften
Kenntnisbereich 3
Gesundheit, Verkehrs- und Umweltsicherheit, Dienstleistung,
Logistik
Aus diesen Kenntnisbereichen wurden die fünf Weiterbildungsmodule entwickelt.

Letztmöglicher Termin für die Eintragung der ersten Weiterbildung im Führerschein war der 10.09.2014.
Ab diesem Stichdatum ist die Weiterbildung dann alle
fünf Jahre zu wiederholen.

Preis

Teilnahmegebühr                            99,00 €
Nettosumme                                     99,00 €
zuzüglich 0 % MwSt.                         0,00 €
Endpreis inkl. 0 % MwSt.             99,00 €
Diese Veranstaltung ist gem. § 4 Nr. 21 UStG von der Umsatzsteuer befreit.

Inhalte

Als Beispiel Seminarinhalte für Lkw-Fahrer:

Modul 1: Eco-Training (Lkw) beinhaltet die Kenntnisbereiche 1.1, 1.2 und 1.3 nach Anlage 1 BKrFQV

  • Vorbereitung auf die Praxis (optional)
  • Erste praktische Fahrt (optional)
  • Selbsttest zur Eco-Fahrweise
  • Notwendigkeit von Abgasnachbehandlungssystemen
  • Technik zur Unterstützung einer wirtschaftlichen Fahrweise
  • Fahrzeugausfälle minimieren
  • Die Eco-Fahrphilosophie
  • Alternative Kraftstoffe
  • Zweite praktische Fahrt (optional)
  • Auswertung und Fazit

Modul 2: Sozialvorschriften für den Güterverkehr beinhaltet die Kenntnisbereiche 2.1 und 2.2 nach Anlage 1 BKrFQV

  • Aktuelle Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeitregelungen
  • Sicherer Umgang mit Sozialvorschriften und Kontrollgeräten
  • Vorschriften für den Güterverkehr

Modul 3: Sicherheitstechnik und Fahrsicherheit beinhaltet die Kenntnisbereiche 1.2, 3.1 und 3.5 nach Anlage 1 BKrFQV

  • Unfälle unter der Lupe, u. a. Frontal-, Auffahrunfälle, Abbiegen und Rangieren
  • Einschätzung der Lage bei Notfällen
  • Fahrsicherheit und Sicherheitssysteme
  • Praktische Geschicklichkeitsübungen und Fahrsicherheitsübungen (optional)

Modul 4:         Schaltstelle Fahrer: Dienstleister, Imageträger beinhaltet die Kenntnisbereiche 3.1, 3.2, 3.3, 3.4, 3.6 und 3.7 nach Anlage 1 BKrFQV

  • Marktumfeld des Güterverkehrs
  • Unternehmensbild in der Öffentlichkeit (Imageträger des Unternehmens)
  • Schutz vor Arbeitsunfällen und Kriminalität
  • Vorbeugen von Gesundheitsschäden
  • Bedeutung einer guten körperlichen und geistigen Verfassung

Modul 5:          Ladungssicherung beinhaltet den Kenntnisbereich 1.4 nach Anlage 1 BKrFQV

  • Einführung
  • Verantwortlichkeiten
  • Physik
  • Lastverteilung und Nutzvolumen
  • Arten von Ladegütern
  • Sicherungsarten
  • Verwendung von Halteeinrichtungen
  • Überprüfung von Halteeinrichtungen
  • Be- und Entladen
  • Weitere Einrichtungen und Hilfsmittel zur Ladungssicherung
  • Praktische Übungen, Fahrversuche (optional)
  • Fazit

Physik: Physikalische Grundlagen, Reibung, Auftretende Kraäfte im Straßenverkehr, Einflüsse durch die Fahrweise

Lastverteilung und Nutzvolumen:

Arten von Ladegütern: Verpackungen und Ladeeinheiten, Gütergruppen

Sicherungsarten: Formschluss durch Nutzung von Aufbauteilen, Direktzurren (Schräg- und Diagonalzurren), Niederzurren, Positionierung auf der Fahrbahn, Sanftes Abbremsen, Überhänge

Verwendung von Haltevorrichtungen: Zurrgurte, Zurrketten, Zurrdrahtseile

Überprüfung von Haltevorrichtungen: Zurrgurte, Zurrketten, Zurrdrahtseile, Zurrpunkte

Be- und Entladen: Vorsicht beim Öffnen von Bordwänden und Laderaumtüren, Standsicherheit und Kippgefahr, Einsatz von Umschlaggeräten

Weitere Einrichtungen und Hilfsmittel zur Ladungssicherung: Festlegende Einrichtungen und Hilfsmittel, Ausfüllende Hilfsmittel, Netze und Planen, Sonstige Hilfsmittel

Dauer

5 Tage x 7 Stunden Weiterbildung (Module)

Teilnehmerkreis

Alle Fahrer, die ihre Fahrerlaubnis C1, C1E, C oder CE (Lkw über 3,5 t zGM und deren Kombinationen) sowie D1, D1E, D oder DE (KOM mit mehr als 8 Fahrgastplätzen) gewerblich nutzen wollen.

Abschluss

Teilnahmebescheinigung nach BKrFQG für die FE Behörde

Hinweis

Vom Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz werden grundsätzlich alle Fahrer, die ihre Fahrerlaubnis Kl. C oder Kl. D nutzen wollen, berührt. Zu den gewerblichen Fahrten zählen alle Fahrten, soweit sie nicht privater Natur sind. Ausnahmeregelungen sind vorhanden!

Referent

Fachdozenten der LKW-Fahrschule-München

Ihr Nutzen

  • Sie erwerben alle Bescheinigungen für den Eintrag der Kennzahl 95 in Ihren Kartenführerschein.
  • Sie verfügen über neuestes Wissen, das Ihnen als Berufskraftfahrer nützlich ist.

Das müssen Sie über die LKW-Maut ab 7,5 Tonnen in Deutschland wissen

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Unterweisung zum digitalen Kontrollgerät und Lenk- und Ruhezeiten

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Beschreibung

Grundsätzliche Regelung

Ab 1. Oktober 2015 müssen Speditionen, Handwerker und andere Betriebe für viele Tausende kleinere Lastwagen die Lkw-Maut zahlen. Seit dem Stichtag 01.10.2015 müsen in Deutschland müssen alle LKW ab zwölf Tonnen Gesamtgewicht für die Nutzung der Autobahnen streckenabhängige Mautgebühren beim Betreiber Toll Collect bezahlen. Die Höhe der Maut Deutschland richtet sich nach

Außerdem werden auch rund 1.100 km vierspurige Bundesstraßen bemautet.

Seit dem 1. Oktober 2015 gilt die Maut auch für LKW ab 7,5 Tonnen. Zusätzlich sind bereits 1.100 Kilometer vierspurig ausgebauter Bundesstraßen Mautpflichtig. Bisher waren auf  Autobahnen und bestimmten Bundesstraßen alle LKW Mautpflichtig, die mit Anhänger mindestens zwölf Tonnen wiegen – nun sinkt diese Grenze auf 7,5 Tonnen. Der Betreiber Toll Collect rechnet damit, dass dadurch etwa 250.000 Fahrzeuge im In- und Ausland neu dazukommen. Nicht nur bei Speditionen: Auch Handwerker und Betriebe im Garten- oder Landschaftsbau sind betroffen. Für die automatische Abrechnung über ein Satellitensystem müssen die Fahrzeuge mit einem speziellen Bordgerät ausgestattet sein. Oder die Fahrer zahlen die Maut vor jeder Fahrt übers Internet oder Terminals an den Strecken. Auch die Mautsätze werden neu gestaffelt. Das Verkehrsministerium erwartet sich davon Mehreinnahmen von 300 Millionen Euro im Jahr.

 

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Zum 09. September 2008

Berufskraftfahrer-Qualifikation

Beschreibung

Grundsätzliche Regelung

Seit dem Stichtag 09.09.2008 (Bus) bzw. seit dem 09.09.2009 (Lkw) muss jeder Fahrer, der ab diesem Tag eine Bus- oder Lkw-Fahrerlaubnis der Klassen D, D1, DE, D1E, C, C1, CE, C1E erstmals erworben hat und im gewerblichen Güterkraft- oder Personenverkehr fährt, eine Grundqualifikation nachweisen. Eine einmal erworbene Grundqualifikation behält dabei ihre Gültigkeit.

Danach sind im Abstand von 5 Jahren regelmäßige Weiterbildungen abzuschließen.

Wenn die nächste Verlängerung der Klasse D nach dem 09.09.2010 (bei Klasse C nach dem 09.09.2011) ansteht, wird spätestens für die Verlängerung ab diesem Datum auch der Nachweis einer ersten abgeschlossenen Weiterbildung erforderlich, wenn gewerbliche Fahrten im Güterkraft- oder Personenverkehr durchgeführt werden.

In diesen Fällen ist der Nachweis einer ersten abgeschlossenen Weiterbildung bereits mit der nächsten Verlängerung vorzulegen. Übergangsfristen galten bei anstehender Verlängerung bis zum 09.09.2016 für Lkw- bzw. bis zum 09.09.2015 für Busklassen, wobei dann der Abschluss der Weiterbildung mit dem Ende der Gültigkeitsdauer der Fahrerlaubnis übereinstimmen muss – Ziel war die Harmonisierung von Verlängerung und Weiterbildung. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass es sich bei den Übergangsfristen um eine rein nationale Regelung handelt, d.h. im grenzüberschreitenden Verkehr gelten unabhängig davon die Fristen 09.09.2014 für Lkw bzw. 09.09.2013 für Bus. Die Möglichkeit von den Übergangsfristen Gebrauch zu machen bestand bis 09.09.2010 (Bus) bzw. bis 09.09.2011 (Lkw).

Wichtiger Hinweis für Inhaber der Klasse BE: Wenn Sie Inhaber der Fahrerlaubnisklasse BE sind und diese vor dem 19.01.2013 erworben haben, dürfen Sie mit einem Klasse B Zugfahrzeug auch Anhänger über 3.500kg zulässiger Gesamtmasse führen (mitunter gekennzeichnet durch Schlüsselzahl 79.06 im Führerschein). Sofern Sie allerdings derartige Gespannkombinationen führen, sind Sie ebenfalls vom Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz betroffen!

Wechsel zwischen Güterkraft- und Personenverkehr, Entziehung und Neuerteilung, Besitzstand

Bei einem Wechsel zwischen Güterkraft- und Personenverkehr bzw. einer entsprechenden Erweiterung gilt § 3 Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung (BKrFQV), wonach die ergänzende Grundqualifikation in erleichterter Form erworben werden kann.

Im Falle der Entziehung der Fahrerlaubnis oder der Neuerteilung (nach Ablauf der Gültigkeit) der entsprechenden Fahrerlaubnisklasse bleibt die einmal erworbene Grundqualifikation hiervon unberührt, erlischt also nicht.

 

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Besitzstandsregelung für Berufskraftfahrer:

Lkw / Bus

Busfahrer, die eine Fahrerlaubnis der Klassen D1, D1E, D, DE oder eine gleichwertige Klasse besitzen, die vor dem Stichtag 10. September 2008 erteilt worden ist, fallen unter die „Besitzstandregelung„. Besitzstand bedeutet in diesem Falle, dass diese Busfahrer keine Grundqualifikation erwerben müssen.

Für Lkw-Fahrer gilt der Stichtag 10. September 2009. Das heißt: Fahrer, die eine Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE oder eine gleichwertige Klasse besitzen, die vor dem 10. September 2009 erteilt worden ist, genießen Besitzstand und müssen keine Grundqualifikation nachweisen, um gewerblich als Lkw-Fahrer tätig sein zu dürfen. Um den Eintrag der Schlüsselzahl 95 in ihrem Führerschein zu erhalten, müssen die Fahrer nur die Weiterbildung von 35 Stunden absolvieren.

Seit der Änderung des BKrFQG im Mai 2011 gilt die Besitzstandregelung bundeseinheitlich auch für diejenigen Bus- und Lkw-Fahrer , die vor den Stichtagen (10. September 2008 (D-Klassen) beziehungsweise 10. September 2009 (C-Klassen)) zwar eine entsprechende Fahrerlaubnis besessen haben, diese dann aber wegen Entzug, Verzicht oder Ablauf verloren haben. Dadurch werden sie bei der Neuerteilung den Fahrern gleichgestellt, die ununterbrochen eine gültige Fahrerlaubnis hatten.

Weitere Informationen zum Thema „Besitzstand“ entnehmen Sie bitte der Internetseite der IHK München.

Ausnahmen

Ausnahmen bestehen gemäß § 1 Abs. 2 Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrQG) für Fahrten mit Kraftfahrzeugen,

  • deren zulässige Höchstgeschwindigkeit 45 km/h nicht überschreitet
  • die von der Bundeswehr, der Truppe und dem zivilen Gefolge der anderen Vertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, den Polizeien des Bundes und der Länder, dem Zolldienst sowie dem Zivil- und Katastrophenschutz und der Feuerwehr eingesetzt werden oder ihren Weisungen unterliegen
  • die zur Notfallrettung von den nach Landesrecht anerkannten Rettungsdiensten eingesetzt werden
  • die zum Zwecke der technischen Entwicklung oder zu Reparaturen oder Wartungszwecken oder zur technischen Untersuchung Prüfungen unterzogen werden
  • die in Wahrnehmung von Aufgaben, die den Sachverständigen oder Prüfern im Sinne des § 1 Kraftfahrsachverständigengesetzes (KfSachvG) oder der Anlage VIII b der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) übertragen sind, eingesetzt werden
  • die neu oder umgebaut und noch nicht in Betrieb genommen worden sind
  • zur Beförderung von Material oder Ausrüstung, das der Fahrer oder die Fahrerin zur Ausübung des Berufs verwendet, sofern es sich beim Führen des Kraftfahrzeugs nicht um die Hauptbeschäftigung handelt
  • Ausbildungsfahrzeuge in einer Fahrschule und Kraftfahrzeuge, die zum Erwerb einer Grundqualifikation nach § 4 Absatz 1 und 2 BKrFQG oder während der Weiterbildung nach § 5 BKrFQG eingesetzt werden
  • Kraftfahrzeuge zur nichtgewerblichen Beförderung von Personen oder Gütern zu privaten Zwecken

Grundqualifikation erwerben

Die Grundqualifikation kann erworben werden

  • durch eine (dreijährige) Berufsausbildung zum/zur Berufkraftfahrer/in, Fachkraft im Fahrbetrieb oder vergleichbaren Ausbildungsberuf nach § 4 Abs. 1 Nr. 2 BKrFQG (aktuell nur Straßenwärter und Werksfeuerwehrmann).
  • durch Ablegung einer Prüfung zur Grundqualifikation nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 BKrFQG bei der IHK. Die Prüfung kann auch ohne Vorbereitungskurs abgelegt werden. Sie umfasst eine Theorieprüfung von 240 Minuten sowie eine praktische Prüfung von 210 Minuten.
    Hierbei müssen Sie bereits Inhaber der entsprechenden Fahrerlaubnisklasse sein!
  • durch die sog. beschleunigte Grundqualifikation gemäß § 4 Abs. 2 BKrFQG. Im Abschluss an einem Kurs mit einer Dauer von 140 Zeitstunden, welcher in einer anerkannten Ausbildungsstätte abgehalten wird, ist eine schriftliche Prüfung von 90 Minuten Dauer abzulegen. Die Ausbildung zum Erwerb der beschleunigten Grundqualifikation verlangt für den fahrpraktischen Teil die Begleitung eines Fahrlehrer (§ 2 Abs. 3 BKrFQV). Eine praktische Prüfung ist nicht erforderlich.
    Hierbei wird die Fahrerlaubnis der C- oder D-Klassen noch nicht vorausgesetzt!
    Die Ausbildungsstätte stellt eine Bescheinigung aus, welche Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung bei der IHK ist.

Weiterbildung

Berufskraftfahrer sind nach § 5 BKrFQG jeweils alle 5 Jahre zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen verpflichtet.

Die erste Weiterbildung müssen die vom Nachweis der Grundqualifikation befreiten Berufskraftfahrer/innen

  • des Personenverkehrs (Klassen D1, D1E, D, DE)
    zwischen dem 09.09.2008 und dem 09.09.2013,
    (spätestens aber vor dem 09.09.2015 – soweit mit dem Ende der Gültigkeitsdauer der Fahrerlaubnis übereinstimmend)
  • die des Güterverkehrs (Klassen C1, C1E, C, CE) 
    zwischen dem 09.09.2009 und dem 09.09.2014,
    (spätestens aber vor dem 09.09.2016 – soweit mit dem Ende der Gültigkeitsdauer der Fahrerlaubnis übereinstimmend)

abgeschlossen haben.

Für die beschleunigte Grundqualifikation und die Weiterbildung sind z.B. Fahrschulen, die in den Klassen CE und DE tätig sind, kraft Gesetzes als Ausbildungsstätte anerkannt, des Weiteren die staatlich anerkannten Ausbildungsstätten.

Nachweis von Grundqualifikation und Weiterbildung

Der Nachweis der Grundqualifikation (und Weiterbildung) auf der Grundlage der IHK-Bescheinigung über die erfolgreiche Prüfung erfolgt durch

  • Eintrag der Schlüsselzahl im Führerschein, § 5 Abs. 2 und Abs. 4 Satz 1 BKrFQV
    (Die Gebühr für den Eintrag der Schlüsselzahl 95 im Führerschein beträgt 28,60 Euro, zuzüglich der Antragsgebühren.)
  • Eintrag in der Fahrerbescheinigung der EU-Transportlizenz, § 5 Abs. 3 Nr. 1 und Abs. 4 Satz 2 und 3 BKrFQV
    (LKW bei Drittstaaten, d.h. weder EU noch EWR)
  • Ausstellung einer gesonderten Bescheinigung, § 5 Abs. 3 Nr. 2 und Abs. 4 Satz 4 BKrFQV mit Anlage 3
    (Bus bei Drittstaaten)

Wer benötigt welchen Nachweis?

Mindestalter Fahrerlaubnis folgender Nachweis ist notwendig
18 Jahre C1, C1E Grundqualifikation oder beschleunigte Grundqualifikation
18 Jahre C, CE Grundqualifikation
21 Jahre C, CE Beschleunigte Grundqualifikation
21 Jahre D, DE Beschleunigte Grundqualifikation, sofern Personenbeförderung im Linienverkehr nach § 42, 43 PBefG und Linienlänge bis 50 km durchgeführt wird
21 Jahre D1, D1E Grundqualifikation oder beschleunigte Grundqualifikation
21 Jahre D, DE Grundqualifikation
23 Jahre D Beschleunigte Grundqualifikation
24 Jahre DE Beschleunigte Grundqualifikation

Ziele / Hintergrund

Ziele der bundesrechtlichen Regelungen (BKrFQG und BKrFQV) sind insbesondere die Verbesserung der Verkehrssicherheit, die Entwicklung eines defensiven Fahrstils und eines rationellen Kraftstoffverbrauchs sowie ein Anreiz zur Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer für Fahranfänger.

Gegenstand der Neuregelung ist es, ein System der Grundqualifikation und Weiterbildung für Kraftfahrer im gewerblichen Güterkraft- und Personenverkehr zu schaffen.

Gesetzliche Grundlagen

  • Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz                                (BKrFQG)
  • Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung                     (BKrFQV)
  • § 1 Kraftfahrsachverständigengesetz                                       (KfSachvG)
  • Anlage VIII b der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
  • § 2 Abs. 1 Nr. 6 und 7 Güterkraftverkehrsgesetz                  (GüKG)

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